Luchskatze Kaja im Luchsgehege Wildkatzendorf Hütscheroda

Monitoring

Pressemitteilung vom 29.03.2019

Luchs bislang seltener Gast in der Hainich-Region - Wildtierland Hainich gGmbH stellt Projektergebnisse vor

Seit Frühjahr 2018 ist die Wildtierland Hainich gGmbH mit selbstauslösenden Kameras dem Luchs in der Hainich-Region auf der Spur. Am 29. März wurden die vorläufigen Ergebnisse des Projektes im Wildkatzendorf Hütscheroda vorgestellt. 

Das Fazit: Der Luchs ist bislang noch ein seltener Gast in der Hainich-Region.


Hörselberg-Hainich. Nachdem der Luchs seit etwa 200 Jahren aus Mitteldeutschland verschwunden war, kehrt er heute allmählich in unsere Wälder zurück. Zwischen 2000 und 2006 wurden im Nationalpark Harz 24 Luchse wiederangesiedelt, deren Nachkommen sich allmählich auch außerhalb des Harzes neue Lebensräume erschließen. Seit einigen Jahren werden auch in der Hainich-Region gelegentlich Luchse gesichtet. In einem Forschungsprojekt geht die Wildtierland Hainich gGmbH derzeit der Frage nach, ob in der Region bereits standorttreue Tiere leben. Hierfür haben sich die Forscher mit 40 selbstauslösenden Kameras (sogenannten Fotofallen) in einem etwa 230 km² großen Gebiet auf die Suche nach den scheuen Pinselohren begeben.
Erste Ergebnisse des Projektes wurden am 29. März im Rahmen des Symposiums „Auf leisen Sohlen – die Rückkehr des Luchses in die Hainich-Region“ im Wildkatzendorf Hütscheroda vorgestellt. „Bislang haben wir an keinem unserer insgesamt 20 Fotofallen-Standorte einen Luchs fotografieren können“, konstatiert der Biologe Markus Port, der die Koordination des Projektes Anfang des Jahres übernommen hat, und ergänzt: „Damit müssen wir folgern, dass derzeit kein standorttreues Tier in der Hainich-Region lebt“. Der Biologe vermutet, dass es sich bei den gelegentlichen Nachweisen und Sichtungen der letzten Jahre um Luchse gehandelt habe, die die Region lediglich durchwanderten, wahrscheinlich um männliche Tiere, die auf der Suche nach Fortpflanzungspartnerinnen teils weite Strecken zurücklegen können.
In seinem Vortrag ging Port auch auf die Situation des Luchses im benachbarten Nordhessen ein, wo sich Luchse in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich fortpflanzten. Nach dem Tod oder Verschwinden aller weiblichen Tiere vor vier Jahren leben jedoch auch in Nordhessen derzeit nur wenige männliche Tiere. „Die Situation des Luchses in Hessen und Thüringen macht deutlich, dass wir zum Schutz des Luchses über Landesgrenzen hinweg denken und handeln müssen“, sagt Thomas Mölich vom BUND Thüringen, der das Luchsprojekt im Hainich leitet. Es müsse nun rasch geklärt werden, inwiefern eine Vernetzung geeigneter Luchs-Lebensräume auch über die Landesgrenzen hinweg die Ausbreitung des Luchses in Mitteldeutschland unterstützen könne. 
Claudia Wilhelm, Geschäftsführerin der Wildtierland Hainich gGmbH und Träger des ENL-Projektes “Der Luchs in der Hainich-Region: Statusermittlung und Akzeptanzbildung als Grundlage für seine Rückkehr” informierte über die anderen beiden Säulen des Vorhabens, Ausstellung und Gehege. Ersteres wird ab 07.04.2019 für die Allgemeinheit zugänglich sein. Die Baumaßnahmen am Gehege laufen laut Zeitplan. Aktuell sind die Hoch- und Tiefbauarbeiten fertiggestellt. Die Eröffnung ist im Sommer 2019 geplant.

Download Flyer Projekt Der Luchs in der Hainich-Region
Flyer Luchs-komprimiert.pdf (1,7 MiB)

Gefördert durch:

Das Projekt “Der Luchs in der Hainich-Region: Statusermittlung und Akzeptanzbildung als Grundlage für seine Rückkehr” ist ein Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL).
Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.

 

täglich von 10 - 18 Uhr geöffnet

Ein Besuch in der Wildkatzenscheune und im Wildkatzengehege mit moderierter Fütterung ist ohne :-)  Negativ- Nachweis möglich.

Die moderierten Fütterungen der Wildkatzen sind um 11:00, 12:30, 14:00, 15:30 und 16:45 Uhr.

Unsere Luchse bekommen um 17:00 Uhr ihr Futter.

Veranstaltungstipp!!

Foto: Thomas Stephan

Tag der Katze im Wildkatzendorf – auch für die Katz‘

Sonntag 8. August 2020, 10 bis 18 Uhr

Zum Tag der Katze werden alle 1,5 h Mitmach-Spiele am Gehege angeboten. Für die Kinder gibt es Bastelangebote beispielsweise von „Pfotenabdrücken“ zum Mitnehmen, Bilder zum Ausmalen sowie ein Glücksrad mit kleinen Gewinnen. Alle Kinder, die ein selbstgemaltes Bild ihrer Katze (oder eines anderen Haustiers) mitbringen, erhalten als Dankeschön einen Ein-EUR-Gutschein für Waren aus dem Wildkatzenshop.

 

Veranstaltungstipp!

„Abendrendezvous mit den wilden Katzen“

Donnerstag, 29. Juli + Freitag, 30. Juli 2021, 20 Uhr

Unsere vier Wildkatzen Toco, Carlo & Co. sind bei Sonnenuntergang auf der Wildkatzenlichtung besonders gut zu sehen. Auch die scheuen Luchse, lassen sich am frühen Abend öfter mal blicken. Und unser Luchsbaby wird von Tag zu Tag aktiver!

Das Rendezvous beginnt an der  Wildkatzenscheune mit einem informativen kurzweiligen Rundgang durch die  Ausstellung „Aug in Aug` mit Luchs und Wildkatze". Bei Sonnenuntergang erleben Sie eine exklusive Schaufütterung der Wildkatzen und können auch bei den Luchsen vorbeischauen bevor die Veranstaltung in und an der Wildkatzenscheune  und bei gemütlicher Lagerfeuerromantik mit kühlen Getränken (nicht im Preis inbegriffen); Stockbrot und Katzengeschichten endet.

Genießen Sie dieses besondere Arrangement außerhalb der Öffnungszeiten und melden Sie sich an!

Anmeldeschluss ist am Veranstaltungstag, Donnerstag /Freitag, um 12 Uhr

info@wildkatzendorf.de oder telefonisch unter 036254 - 865180 

Kosten:

12,95 € Erwachsene,

8,95 € Ermäßigt und Kinder unter 6 Jahre frei

Weitere Ermäßigungen sind zu dieser Veranstaltung nicht möglich. Der Preis beinhaltet den Eintritt, die Führung mit Schaufütterung und den Ausklang am Lagerfeuer

Dauer: circa 2-3 Stunden